Du willst wissen, ob (und wie) du ChatGPT für deine Bachelorarbeit nutzen darfst – ohne Plagiatsstress, ohne Fake-Quellen und ohne Ärger mit der Eigenständigkeitserklärung. Genau darum geht’s hier: konkrete Einsatzfälle, Risiken, Uni-Regeln, Zitieren und copy‑paste‑fertige Prompt-Vorlagen.
Wichtig vorweg: ChatGPT kann dich beim Denken, Strukturieren und Formulieren unterstützen – die wissenschaftliche Verantwortung bleibt zu 100% bei dir.
1) Darf ich ChatGPT für meine Bachelorarbeit benutzen?
Die ehrliche Antwort: Kommt auf deine Hochschule / Prüfer*in / Prüfungsform an. Es gibt keine einheitliche Regel für alle.
Was du in der Praxis sehr häufig findest:
Erlaubt, wenn Eigenleistung erkennbar bleibt (z. B. Ideen, Gliederung, Formulierungs-Feedback) und du die Nutzung transparent machst. Die Universität zu Köln schreibt z. B., dass KI in Haus- und Abschlussarbeiten grundsätzlich möglich ist, solange noch eine eigenständige Leistung erbracht wird; zudem kann verlangt werden, dass auch Prompts offengelegt werden.
Teilweise stark eingeschränkt: Die Uni Osnabrück (FB Wiwi) erlaubt KI eher für Schritte wie Themenfindung/Gliederung/Literaturideen – aber betont: Copy‑Paste von KI-Text ist nicht erlaubt und verlangt eine separate „Dokumentation KI“ (Prompts + Antworten), sonst kann es als Täuschung/Plagiat gewertet werden.
Ohne explizite Freigabe unzulässig: Die Uni Jena beschreibt (prüfungsrechtlich) eine Lage, in der KI-Nutzung nicht zulässig ist, außer die prüfende Person lässt KI ausdrücklich als Hilfsmittel zu; außerdem wird eine aktualisierte Eigenständigkeitserklärung erwähnt, die generative KI zunächst ausschließt.
Praxis-Regel (die fast immer funktioniert):
Frag kurz nach (Betreuerin / Modulverantwortlicher): „Welche KI-Nutzung ist erlaubt? Muss ich dokumentieren/kennzeichnen? Wie?“
Wenn du später Rückfragen bekommst, bist du sauber aufgestellt.
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2) Wofür ist ChatGPT bei der Bachelorarbeit wirklich geeignet?
Hier ist eine realistische Einordnung (ohne Marketing-Blabla):
| Teil der Bachelorarbeit | Wobei ChatGPT helfen kann | Wobei du aufpassen musst |
|---|---|---|
| Themenfindung | Themen eingrenzen, Perspektiven vorschlagen, Begriffe klären | Thema darf nicht „beliebig“ bleiben – du brauchst wissenschaftliche Begründung |
| Forschungsfrage | Formulierung verbessern, Variationen erzeugen, Hypothesen skizzieren | Fragestellung muss zu Daten/Methode passen (das „prüft“ ChatGPT nicht automatisch) |
| Gliederung | Kapitelstruktur, roter Faden, Argumentationslogik | Struktur muss zu deinem Fach & Lehrstuhl passen |
| Literaturarbeit | Suchbegriffe, Datenbanken/Keywords, Zusammenfassung deiner PDFs/Abstracts | Quellen „aus dem Nichts“ sind riskant (siehe Abschnitt Risiken) |
| Schreibphase | Umformulieren deiner Sätze, Stil glätten, Verständlichkeit erhöhen | „KI‑Absatz übernehmen“ kann gegen Regeln verstoßen + wirkt oft generisch |
| Korrektur | Sprachcheck, Logik-Check, „Wo ist ein Sprung?“ | Fakten/Quellen/Definitionen musst du selbst verifizieren |
Uni-Beispiele nennen genau solche erlaubten Nutzungsmöglichkeiten: z. B. KI als Ideen- und Formulierungshilfe, solange daraus ein eigener Text entsteht.
3) Schritt-für-Schritt: Ein sauberes ChatGPT‑Workflow‑System (ohne Chaos)
Schritt 1: Kläre Regeln + baue einen Mini‑Nachweis
Erlaubt? Dokumentationspflicht? Kennzeichnung? (siehe Uni-Beispiele oben)
Lege eine Datei an: „KI‑Protokoll.docx“
Datum
Tool/Version/Modell (z. B. ChatGPT, Modell XYZ)
Prompt (Frage)
Kurz: Was du übernommen hast (oder: „nichts wörtlich übernommen“)
Wo im Text es eingeflossen ist
Uni Osnabrück verlangt so eine Dokumentation ausdrücklich als separate Datei.
Schritt 2: Nutze ChatGPT für Struktur (nicht als „Ghostwriter“)
Lass dir Gliederungsvarianten erstellen.
Entscheide selbst + begründe wissenschaftlich.
Schritt 3: Literatur: ChatGPT nur als „Assistent“, nicht als „Quelle“
ChatGPT darf dir helfen, Suchstrings zu bauen oder Abstracts zu verstehen.
Die Zitate/Belege kommen aus echten Papers, Büchern, Fachquellen.
Schritt 4: Schreibphase: ChatGPT als Sprach-Editor
Du lieferst Rohtext → ChatGPT macht ihn klarer.
Du prüfst, ob die Aussage noch stimmt.
Schritt 5: Fakten- und Quellencheck (Pflicht!)
Jede zentrale Behauptung: Quelle dahinter (Paper/Lehrbuch/Studie).
Keine „klingt plausibel“-Argumentation.
Schritt 6: Transparenz (wenn gefordert): kurz offenlegen
Uni Köln nennt explizit, dass KI auch als Quelle offengelegt werden kann und ggf. sogar Prompts verlangt werden.
4) Die besten Prompts für deine Bachelorarbeit mit ChatGPT (Copy‑Paste)
A) Themenfindung & Eingrenzung
Prompt:
Du bist mein wissenschaftlicher Betreuer. Ich studiere [Fach], Schwerpunkt [X]. Ich interessiere mich für [Themenfeld]. Gib mir 10 präzise Bachelorarbeit‑Themen (machbar in 8–12 Wochen), jeweils mit: Ziel, möglicher Forschungsfrage, geeigneter Methode, benötigten Datentypen.
B) Forschungsfrage schärfen
Hier ist mein Themenentwurf: „[…]“. Formuliere 5 Forschungsfragen in steigender Spezifik. Markiere, welche davon empirisch prüfbar sind und welche eher theoretisch wären. Nenne pro Frage 2–3 Schlüsselbegriffe für die Literaturrecherche.
C) Gliederung bauen (mit rotem Faden)
Erstelle eine Gliederung (1.1 / 1.2 …) für eine Bachelorarbeit mit ca. [X] Seiten. Thema: […]. Anforderungen: [Zitierstil], [theoretischer Anteil], [Methode]. Gib zu jedem Kapitel 2–4 Bulletpoints: „Was muss da rein?“.
D) Literaturrecherche vorbereiten (ohne Fake-Quellen)
Erstelle mir 3 Suchstrings (Deutsch/Englisch) für Google Scholar / Datenbanken zu: […]. Nutze AND/OR, Synonyme und relevante Fachbegriffe. Gib außerdem 10 „Must-have“-Keywords.
E) Abstracts schneller verstehen (du gibst die Quelle!)
Ich kopiere dir gleich Abstract + ggf. Methodenteil. Bitte liefere: (1) Forschungsfrage, (2) Methode & Stichprobe, (3) wichtigste Ergebnisse, (4) Limitationen, (5) 3 Zitate/Statements, die ich als Anker nutzen könnte (ohne Seitenzahlen – die finde ich selbst im PDF).
F) Eigene Formulierungen verbessern (ohne Sinnverlust)
Überarbeite folgenden Absatz sprachlich wissenschaftlicher (Deutsch), ohne Inhalte zu verändern. Keine neuen Fakten hinzufügen. Behalte Fachbegriffe. Absatz: „…“
G) Argumentationslogik prüfen
Agiere als strenger Gutachter. Wo sind Logiksprünge, unbelegte Behauptungen oder fehlende Definitionen in diesem Abschnitt? Liste die Kritikpunkte + konkrete Verbesserungsvorschläge.
H) Plagiatsschutz durch Arbeitsweise (nicht durch „Tricks“)
Erstelle mir eine Checkliste, wie ich diesen Abschnitt so überarbeite, dass er eindeutig meine Argumentation und Struktur trägt: eigene Beispiele, eigene Begründung, eigene Übergänge.
(Und ja: „Wie mache ich es unauffällig?“ ist genau die falsche Richtung – das endet oft in Ärger.)
5) Die größten Risiken bei „Bachelorarbeit + ChatGPT“
Risiko 1: Erfundenes (Halluzinationen) – besonders bei Quellen
Das ist nicht nur ein Meme, dazu gibt es Forschung: Studien zeigen, dass KI-Systeme bibliografische Angaben erfinden oder fehlerhaft ausgeben können – teils in erheblichem Ausmaß.
Konsequenz für dich:
Lass dir von ChatGPT niemals Quellen „einfach so“ erzeugen, ohne sie in Scholar/PubMed/Uni‑Datenbanken zu verifizieren.
Risiko 2: „Klingt wissenschaftlich“ ≠ wissenschaftlich
KI kann Texte elegant machen – aber:
Argumente können oberflächlich bleiben,
Definitionen unsauber sein,
Methoden nicht wirklich passen.
Studentische Erfahrungsberichte spiegeln das oft: nützlich fürs Glätten/Verstehen, problematisch beim „komplett selbst schreiben“.
Risiko 3: KI-Detektoren sind nicht der „Richter“ (und können unfair sein)
Die Uni Köln sagt: Es gibt aktuell keine verlässliche Methode, KI-Texte sicher nachzuweisen; Tools seien kein ausreichender Beleg.
OpenAI hat seinen früheren Text-Classifier u. a. wegen niedriger Genauigkeit wieder eingestellt.
Turnitin selbst diskutiert False-Positive-Raten (Fehlalarme) auf Satzebene.
Forschung zeigt zudem Bias-Risiken: Detektoren können Texte von Nicht-Muttersprachler*innen häufiger falsch markieren.
Wichtig: Das heißt nicht „mach einfach“. Es heißt: Arbeite transparent und sauber, statt auf „Detektor‑Poker“ zu setzen.
6) Wie vermeide ich Plagiate, wenn ich ChatGPT nutze? (Praxis-Checkliste)
Keine KI-Absätze 1:1 übernehmen, wenn deine Uni das untersagt (kommt vor).
ChatGPT ist kein Primärbeleg für Fakten. Fakten brauchen echte Quellen.
Nutze ChatGPT als Editor: Dein Text → KI verbessert Stil.
Wenn KI inhaltlich hilft: Zwingend mit Fachquellen belegen (wie bei Wikipedia).
Halte ein KI‑Protokoll (Prompts/Outputs). Manche Lehrstühle verlangen das.
Markiere im Draft, wo KI geholfen hat (z. B. Kommentar: „sprachlich überarbeitet“).
Lass dir von ChatGPT Gegenargumente geben und arbeite sie ein – das erhöht Eigenleistung.
Prüfe Definitionen/Modelle immer gegen Lehrbücher/Papers.
Schreibe Einleitung/Fazit so, dass klar ist: dein Forschungsweg, deine Entscheidung.
Wenn gefordert: KI-Nutzung offenlegen (kurz & sachlich).
7) ChatGPT richtig zitieren: APA, MLA + deutsche Kurzform
Disclaimer: Zitierregeln unterscheiden sich je nach Hochschule/Lehrstuhl. Nutze das hier als praxisnahe Orientierung und gleiche es mit eurem Styleguide ab.
A) APA (häufig in Sozial-/Wirtschaftswissenschaften)
APA gibt/aktualisiert Hinweise, wie man Tools wie ChatGPT referenziert.
Ein verbreitetes APA‑Beispiel (Library-Guide) ist:
Literaturverzeichnis: OpenAI. (2023). ChatGPT (Mar 14 version) [Large language model].
In‑Text: (OpenAI, 2023)
Wenn ein Chat/Output nicht sauber nachvollziehbar ist, empfehlen viele Guides eher Transparenz + Dokumentation im Anhang (Prompt/Output), statt so zu tun, als wäre es eine normale Quelle.
B) MLA (häufig in Geisteswissenschaften)
MLA empfiehlt u. a.:
Wenn möglich: stabile, teilbare URL zum Chat (Share‑Link),
Modell/Version angeben,
Prompt beschreiben.
MLA-Beispiel (vereinfacht nach MLA Style Center):
“[…]” prompt. ChatGPT, model GPT‑4o, OpenAI, Datum, share‑Link.
C) Deutsche Kurzform (wenn kein strenger Style vorgegeben ist)
Uni Köln nennt als Beispiel sinngemäß eine Quellenangabe wie:
„OpenAIs ChatGPT Sprachmodell, Antwort auf die Frage …, abgerufen am …“
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Plagiats- & KI-Prüfung
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Vorbereitung auf mündliche Prüfungen
Podcast, Lernquiz und kompakte Notizen helfen dir, dein Thema sicher zu verstehen und mündlich zu präsentieren.
8) Kosten: Reicht ChatGPT Free – oder brauchst du Plus?
Für Bachelorarbeiten ist oft nicht „mehr Power“ entscheidend, sondern sauberer Prozess + Quellenarbeit. Trotzdem hilft eine klare Kostentabelle:
| Plan | Preis | Für Studierende sinnvoll, wenn… |
|---|---|---|
| ChatGPT Free | 0 € | du vor allem Gliederung, Verständnisfragen, Sprachglättung brauchst (mit Limits) |
| ChatGPT Plus | $20/Monat | du häufiger arbeitest, mehr Funktionen/Limit brauchst |
| ChatGPT Pro | $200/Monat | meist Overkill für Studierende (eher für Heavy‑User/Profis) |
9) Gibt es bessere oder sicherere KI‑Tools fürs wissenschaftliche Arbeiten?
Kurz: Ja – für einzelne Teilaufgaben. ChatGPT ist ein Allrounder, aber nicht immer „bestes Werkzeug“.
Pragmatische Tool-Kombination (ohne sich zu verzetteln):
Literatur finden: Uni‑Bibliothek, Google Scholar, fachspezifische Datenbanken
Quellen verwalten: Zotero / Citavi
Sprache/Style: LanguageTool / DeepL Write / Writefull (je nach Fach)
KI wie ChatGPT: für Struktur, Feedback, Umformulierung, Verständnis
Wenn du eher eine komplette strukturierte Vorlage brauchst (z. B. mit Inhaltsverzeichnis, Einleitung–Hauptteil–Fazit als Entwurf), nutzen manche Studierende auch spezialisierte Plattformen mit Fixpreis‑Modell. Wichtig bleibt: als Entwurf/Muster verwenden, verstehen, überarbeiten, Uni‑Regeln beachten.
FAQ- Häufig gestellte Fragen
Kann ich mit ChatGPT eine Bachelorarbeit schreiben?
Ja – aber in der Regel nicht im Sinn von „ChatGPT schreibt die Arbeit komplett für mich“.
In den meisten Hochschulkontexten ist KI-Nutzung als Hilfsmittel eher akzeptiert (z. B. Ideen strukturieren, sprachlich glätten), während das Auslagern der eigenständigen wissenschaftlichen Leistung (Argumentation, Analyse, Interpretation, Ergebnisdarstellung) problematisch bis verboten sein kann.
Wichtig ist fast immer:
Prüfungsordnung / Lehrstuhlregeln prüfen (oder Betreuer*in fragen).
Transparenz/Offenlegung: Viele Einrichtungen verlangen (in unterschiedlicher Form) eine Angabe, ob und wofür KI genutzt wurde.
Du bleibst verantwortlich: Fakten, Zitate, Quellen, Schlussfolgerungen musst du selbst prüfen.
Ist es in Ordnung, ChatGPT für die Abschlussarbeit zu verwenden?
Oft ja – wenn du es regelkonform und transparent nutzt.
Ein typisches „OK“ ist KI als:
Schreibhilfe (Verständlichkeit, Stil, Grammatik),
Strukturhilfe (Gliederungsvorschläge),
Sparringpartner (Gegenargumente, Begriffsdefinitionen als Startpunkt),
Programmier-/Methodenhilfe (z. B. Code erklären lassen – aber prüfen).
Viele Uni-Guidelines betonen dabei Transparenz und Eigenverantwortung.
Nicht „in Ordnung“ ist es typischerweise, wenn:
ChatGPT den Kern deiner wissenschaftlichen Leistung ersetzt,
du KI-Text als deine eigene Arbeit ausgibst (ohne Offenlegung),
KI dir Quellen/Zitate erfindet und du das übernimmst.
Kann ich meine Abschlussarbeit mit Hilfe von KI schreiben?
„Mit Hilfe“: ja – „von KI schreiben lassen“: meist nein bzw. hoch riskant.
So kannst du KI sinnvoll (und meist eher regelkonform) einsetzen:
Thema schärfen: Forschungsfrage-Varianten, Abgrenzung.
Gliederung: Kapitel-Logik, roter Faden.
Überarbeitung: Verständlichkeit, Stil, Kürzen, Dopplungen.
Methodik erklären lassen (als Lernhilfe), nicht als Ersatz fürs Fachverständnis.
Checklisten: „Habe ich Hypothesen sauber operationalisiert?“
Was du immer machen solltest:
KI-Ausgaben als Vorschläge behandeln, nicht als Wahrheit.
Jede zentrale Aussage mit echter Literatur absichern.
Dokumentieren, wie du gearbeitet hast (Notizen, Drafts, Quellenverwaltung).
Viele Richtlinien formulieren genau diese Logik: Nutzung kann erlaubt sein, aber nur mit Offenlegung und unter Wahrung guter wissenschaftlicher Praxis.
Welches ChatGPT ist das beste für Bachelorarbeit?
Kommt weniger auf „das beste ChatGPT“ an, sondern auf deinen Use-Case. Entscheide nach Kriterien:
Datenschutz / Vertraulichkeit
Wenn du mit sensiblen Daten arbeitest (Interviews, Unternehmensinfos), nutze idealerweise uni-interne/zugelassene Lösungen oder anonymisiere Inhalte. Einige Uni-Guidelines empfehlen ausdrücklich institutionelle Tools bzw. Anonymisierung von Prompts.
Qualität der Unterstützung
Für Struktur, Argumentation, präzises Feedback sind leistungsfähigere Modelle oft hilfreicher – aber: keine Modellvariante ersetzt Quellenarbeit.
Workflow-Funktionen
Praktisch sind: gute Textanalyse, Umgang mit langen Texten, klare Iteration („mach 3 Varianten“), konsistente Terminologie.
Merksatz: Nimm das Tool, das zu deinen Regeln/Datenschutzanforderungen passt – und plane trotzdem Zeit für Faktencheck + Literatur ein.
Kann ChatGPT Bachelorarbeit korrekturlesen?
Ja – sehr gut für Sprache/Stil, aber mit Grenzen.
Wofür es gut ist:
Grammatik, Rechtschreibung, Lesefluss
zu lange Sätze kürzen
bessere Übergänge, klarere Formulierungen
Wofür du aufpassen musst:
Es kann Bedeutungen verändern (gerade bei Fachbegriffen).
Es kann „schön klingende“ Formulierungen machen, die inhaltlich ungenau sind.
Datenschutz: Keine sensiblen Rohdaten blind einfügen; ggf. anonymisieren.
Praxis-Tipp (regelkonform): Lass es Vorschläge machen („markiere nur Stellen, die unklar sind, und schlage Alternativen vor“) und entscheide selbst.
Ist es erlaubt, mit ChatGPT zu paraphrasieren?
Manchmal ja – aber „paraphrasieren“ befreit dich nicht vom Zitieren.
Wichtig:
Wenn du Inhalte aus einer Quelle umformulierst, musst du die Originalquelle trotzdem korrekt angeben (sonst bleibt es inhaltliches Plagiat).
Wenn deine Hochschule KI-Nutzung offenlegen will, gilt das oft auch für Paraphrasieren/Umformulieren als KI-Hilfe.
Sauberer Umgang:
Erst selbst verstehen und Notizen machen,
dann (optional) KI für sprachliche Glättung,
am Ende prüfen: „Steht da noch exakt das, was die Quelle sagt?“ + Quelle zitieren.
Kann ChatGPT Plagiate erkennen?
Nicht zuverlässig.
ChatGPT hat (je nach Setup) keinen vollständigen Zugriff auf alle Publikationen/Internetquellen und ist kein Plagiatsprüfer wie eine echte Similarity-Software.
Was ChatGPT kann:
Wenn du zwei Textpassagen gibst, kann es Ähnlichkeiten benennen.
Es kann dich warnen, wenn etwas „zu nah“ an einer Vorlage klingt.
Was es nicht kann:
Eine echte, datenbankgestützte Plagiatsprüfung ersetzen.
Sicher sagen: „Das ist garantiert plagiatsfrei.“
Nebenbei: Studien zeigen sogar, dass KI-generierter Text bei klassischen Plagiatschecks oft „hoch original“ wirken kann – das macht ihn aber nicht automatisch regelkonform oder wissenschaftlich korrekt.
Welcher GPT-Test eignet sich am besten für das Schreiben von Abschlussarbeiten?
Wenn du mit „GPT-Test“ KI-Detektoren meinst (Tools, die prüfen sollen, ob Text KI-generiert ist):
Keiner ist dafür wirklich geeignet oder „sicher“. Der Stand der Forschung und viele Hochschulen betonen, dass Detektoren nicht 100% zuverlässig sind und False Positives riskant sind.
Außerdem:
OpenAI selbst hat seinen eigenen KI-Text-Classifier eingestellt, u. a. wegen niedriger Genauigkeit.
Turnitin weist darauf hin, dass es bei niedrigen Prozentwerten eine höhere Fehlklassifikationsrate geben kann und markiert solche Scores als weniger verlässlich.
Besserer Ansatz fürs Schreiben:
Statt „Detektor bestehen“ → transparent arbeiten + Drafts/Quellen sauber führen + KI-Nutzung offenlegen, wenn gefordert.
Kann man ChatGPT-Nutzung sicher nachweisen?
In der Regel nicht mit absoluter Sicherheit – oft nur als Verdacht/Indizienkette.
KI-Detektoren liefern meist Wahrscheinlichkeiten, keine gerichtsfesten Beweise. Sie können außerdem falsch liegen (False Positives und False Negatives).
OpenAI hat selbst betont, dass zuverlässige KI-Erkennung schwierig ist; der eigene Classifier war u. a. wegen schwacher Leistung nicht dauerhaft verfügbar.
Können Professoren/Dozenten es „merken“?
Manchmal ja – durch Plausibilitäts- und Stilprüfungen, aber nicht immer.
Typische Signale, die Misstrauen auslösen (ohne dass das schon „Beweis“ ist):
plötzlich anderer Schreibstil als in früheren Arbeiten,
sehr generische Formulierungen ohne fachliche Tiefe,
falsche oder erfundene Quellen/Zitate,
Argumentation „klingt gut“, ist aber methodisch leer,
Text passt nicht zu deinen eigenen mündlichen Erklärungen.
Wie erkennen Dozenten KI?
Eher so:
Fachliche Prüfung: stimmen Definitionen, Methodik, Ergebnisse?
Quellenprüfung: existieren die Quellen, passen die Zitate?
Kohärenz: roter Faden, konsistente Begriffe, saubere Belege.
Prozess-Indizien: Drafts, Notizen, Versionen, ggf. Rückfragen/Verteidigung.
Und teilweise ergänzend:
Plagiatssoftware (für Quellenplagiate)
evtl. KI-Indikatoren/Detektoren, aber wegen Fehleranfälligkeit eher als Hinweis.
Wie kontrollieren Dozenten eine Bachelorarbeit?
Typischer Mix:
formale Kriterien (Aufbau, Zitierstil, Umfang),
inhaltliche Qualität (Forschungsfrage, Methodik, Diskussion),
Quellenarbeit (aktuelle, passende Literatur; korrekte Zitate),
Plagiatscheck (je nach Hochschule),
ggf. Kolloquium/Verteidigung oder Rückfragen.
Wird man exmatrikuliert, wenn man ChatGPT benutzt?
Die Nutzung an sich führt normalerweise nicht automatisch zur Exmatrikulation.
Entscheidend ist:
Was du gemacht hast (nur Korrekturhilfe vs. komplette Textgenerierung),
ob Offenlegung gefordert war und du sie unterlassen hast,
ob es als Täuschung gewertet wird.
Ein Beispiel dafür, wie Hochschulen es einordnen können: In einer Uni-Richtlinie (für Promotion/Habilitation) wird das Nicht-Offenlegen der KI-Nutzung ausdrücklich als Täuschung beschrieben, die zu einer ungenügenden Bewertung führen kann.
Für Bachelorarbeiten kann das anders formuliert sein – aber die Logik „Täuschung → Sanktionen“ ist in Prüfungsrecht/Prüfungsordnungen häufig ähnlich.
Wichtig: Das ist keine Rechtsberatung. Wenn es kritisch ist: Prüfungsordnung lesen + Betreuer*in/Prüfungsamt fragen.
Kann man Ärger bekommen, wenn man ChatGPT benutzt?
Ja – wenn du gegen Regeln verstößt oder intransparent bist.
„Ärger“ kann je nach Hochschule reichen von:
Aufforderung zur Stellungnahme / Gespräch,
Notenabzug oder „nicht bestanden“,
formales Verfahren wegen Täuschungsversuchs.
Umgekehrt: Wenn du KI klar, begrenzt und transparent nutzt (so wie viele Uni-Guidelines es verlangen), reduzierst du das Risiko stark.
